CES 2021: Das Schaufenster in die digitale Zukunft wird selbst zum digitalen Schauplatz

Foto aus Vor-Corona-Zeiten Foto: tau

Vor-Corona: CES Logo vor der North Hall

Eine Messe, die das digitale Leben puscht, wird nun selbst digital: die CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas – Die heute beginnende diesjährige CES-Show in Las Vegas mit der normalerweise auch die Auto- und Zulieferbranche ihr Messejahr einläutet, wird rund 2.000 Anbieter in einem virtuellen Format präsentieren, verglichen mit den 4.500 Ausstellern, die vor einem Jahr nach Las Vegas kamen. Virtuell werden auch in diesem Jahr Tech-Innovationen rund um künstliche Intelligenz, Robotik sowie autonomes und vernetztes Fahren vorgestellt werden, aber eben nur virtuell. Für die virtuellen Pressekonferenzen, Reden und Diskussionsrunden haben sich Unternehmen aus der Autobranche wie Bosch, Magna und Daimler angemeldet, neben vielen Tech-Unternehmen, wie zum Beispiel Intel. Aber die CES ist vor allem eine Messe für elektronische Konsumgüter und Unterhaltungselektronik, die in normalen Zeiten 170.000 Besucher in ihre Hallen zieht.

Samsung hält sein Galaxy Unpacked 2021 Event ab. Es wird erwartet, dass die neueste Version des Galaxy-S-Smartphones enthüllt wird. Darum gehören zu den Innovationen, die nach Meinung der CES Manager für Aufsehen sorgen werden, auch neue Gaming-Monitore und Laptops sowie Fernseher der nächsten Generation.

Wie breit das Feld der Zielgruppen für diese Elektronik-Schaufenster aufgestellt ist zeigt ein Blick auf die Liste der Hauptredner. Zu ihnen gehören in diesem Jahr die CEOs von Advanced Micro Devices (AMD), General Motors, Microsoft, Verizon. Weitere namhafte Redner auf der Agenda kommen von Best Buy, Mastercard, Walmart.

Alle Pressevertreter trafen sich am Vorabend der Messe

Virtuelle CES könnte Auftakt zu neuen virtuellen Messe-Formaten sein – Seit Beginn der Pandemie hat sich die Wirtschaft in allen Sektoren auf virtuelle Messe- und Konferenzformate eingelassen, mehr oder weniger als Notlösung, doch schafft das Management mit dem virtuellen CES Format einen Erfolg, so könnte das den Anstoß zu grundlegenden Veränderung des Veranstaltungswesens geben, denn die CES hat eine weltweite Community und ist in jedem Kalender eines CEOs oder CTOs verzeichnet. Jedenfalls lässt auch die Kommentierung in einigen Medien bereits diesen Schluß zu.

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Herr Aurich, danke für Ihren Beitrag, haben für die IZB hier auch schon drüber nachgedacht und auch die Aussteller befragt, finde persönlich eine digitale IZB schwierig, wenn es um Produkte geht, die die Gäste anfassen wollen/müssen/dürfen.

    Gerne würde ich hierzu Ihre Ideen bzw. Anregungen mal besprechen.

    VG und bleiben Sie gesund

    Stefan Schiller
    Wolfsburg AG

    • Ja, das ist nicht einfach, aber dennoch es geht. Aber vielleicht müssen sie gar nicht virtuell werden, denn die IZB findet ja noch rechtzeitig im Herbst statt. Das Virus fühlt sich nur in der Kälte. Das wissen wir jetzt. Viel wichtiger: Werden sich unabhängig davon die Messegewohnheiten ändern? Ich denke, ein Zurück in alte „Reisezeiten“ wird es nicht mehr geben, dazu hat die Digitalisierung einfach zu viel Fahrt aufgenommen und die Buchhaltungen haben einfach gemerkt, was sich ohne Geschäftsreisen alles einsparen läßt.

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