Gold für die Logistiker

Eine gelbrote Plakette berechtigt zum Fahren in Peking

Die Belieferung der Autohersteller in der Olympiastadt Peking wird immer mehr zu einer olympischen Disziplin. Was die Mitarbeiter der Zulieferer, Autohersteller und Transporteure leisten, ist echter Leistungssport und „goldmedaillenverdächtig“.

Während der Olympischen Spiele in Peking wird der Verkehr auf den Straßen von der Regierung stark eingeschränkt, um die Luftqualität zu verbessern. Das trifft natürlich auch Automobilzulieferer wie Delphi, die die Automobilwerke mit ihren Fahrzeugteilen „just in time“ beliefern. Vom 1. Juli bis zum 20. September sind die verschiedenen Verkehrsbeschränkungen im Bereich der Austragungsorte in Kraft. Während dieser Zeit dürfen die Bereiche nur mit einer Sondererlaubnis befahren werden.

Zusammen mit den Autoherstellern und der Verwaltung wurden umfangreiche Aktionspläne erstellt, um die Automobilproduktion aufrechtzuerhalten. Es ist eine große Logistikanstrengung, die von den Mitarbeitern, die sich um den Teilenachschub kümmern, seit Wochen alles abverlangt.

Freie Fahrt – ein knappes Gut
Anfang Juli führte die chinesische Regierung umfangreiche Transport- bzw. Logistikrichtlinien und -regelungen ein. Damit soll die Luftqualität verbessert und ein reibungsloser Verkehr ermöglicht werden, der sonst durch unzählige Staus gekennzeichnet ist. Zum Beispiel wird Peking von einem Ringstraßensystem durchzogen, dass die Olympiastadt in verschiedene Segmente unterteilt. Es ist genau geregelt wer welche Straßen wann nutzen darf. Dazu hat die Regierung gelbrote Fahrzeugplaketten ausgegeben. Der Verkehr von und zu den Flughäfen unterliegt zusätzlichen Regelungen, die dem erhöhten Verkehrsaufkommen und vor allem dem erhöhten Sicherheitsbedarf Rechnung tragen.

Logistiger mit olympischem Geist
Alle diese Faktoren machen neue Zeitpläne für den Transport von Waren notwendig. Die Drehbücher für den Warentransport mussten neu geschrieben werden und Improvisationstalent ist gefragt, wenn Zufahrtswege kurzfristig neu ausgeschildert werden. Doch David Zhang, Logistikmanager Delphi China, gibt sich gelassen: „Es war eine sehr große Herausforderung, Pläne aufzustellen ohne vorher immer die Auswirkungen der Beschränkungen genau zu kennen. Doch wir nehmen es olympisch, und um für alles rechtzeitig eine Lösung zu finden stehen wie ständig in Kontakt mit den zuständigen Regierungsagenturen, den Kunden und den Transporteuren.“ Delphi unterhält in China 17 Filialen und produziert dort für chinesische und europäische sowie amerikanische Autohersteller Elektrik, Elektronik, Klimaanlagen sowie Motormanagementsysteme.

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